Gustav Oelsner – Architekt der Moderne im türkischen Exil

Donnerstag, 3. November 2011, 19 Uhr
KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg

Zwei ausgewiesene  Kenner/innen des Werkes und der Biografie Gustav Oelsners berichteten im Gespräch mit Susanne Wittek über den Einfluss des Architekten und Städtebauers, der zu den herausragenden Vertretern des „Neuen Bauens“ gehörte.

Bitte klicken Sie HIER, wenn Sie den Mitschnitt der Veranstaltung hören möchten. Zunächst begrüßt Paul Busse, Vorstandsvorsitzender der Weichmann-Stiftung, die Gäste. Anschließend trägt Stephan Benson die Rede vor, die Gustav Oelsner 1950 anlässlich der Entgegennahme des Fritz-Schumacher-Preises im Hamburger Rathaus hielt. Und schließlich beginnt das Podiumsgespräch zwischen Susanne Wittek und den beiden Wissenschaftler/innen.

Prof. Dr. Peter Michelis, Vorsitzender der Gustav Oelsner-Gesellschaft, ehemals in HamburgProfessor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften und später an der HafenCity Universität, führte an die ungewöhnliche Ästhetik von Oelsners farbenprächtigen Hamburger Klinkerbauten und an die sozialen Konzepte hinter seinen Wohnquartieren heran, und er schilderte Oelsners Ringen um den Elbuferweg.

Prof. Dr. Burcu Dogramaci, Kunsthistorikerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, habilitiert mit einer Arbeit über „Kulturtransfer und nationale Identität. Deutschsprachige Architekten, Stadtplaner und Bildhauer in der Türkei nach 1927“, schilderte Oelsners Leben und Wirken in der besonderen historischen Konstellation, in der die Modernisierung der neu gegründeten türkischen Republik maßgeblich von Verfolgten des Nazi-Regimes geprägt wurde.

Stephan Benson las aus Aufzeichnungen und Korrespondenzen Gustav Oelsners.

Konzept, Umsetzung und Moderation: Susanne Wittek

Eine Veranstaltung im Auftrag der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung in Kooperation mit der Körber-Stiftung und mit freundlicher Unterstützung der SAGA-GWG.